EUR 12,99
Querverlag; 1. Edition
423 Seiten
#schwul Weitere Infos
Julian will Tänzer werden. Weit weg von zu Hause entdeckt er sich in Paris neu. Dort taucht er ein in die Welt der Ballettschulen, Tanzstudios, Bühnen und vor allem ins dortige Nachtleben.
Zur gleichen Zeit kämpft sich Julians Vater daheim, am Rande des Südschwarzwaldes, aus zahlreichen persönlichen Verlusten und einer allgegenwärtigen Einsamkeit zurück ins Leben. Das gelingt ihm jedoch erst, als er eine Entdeckung macht: Ein Kästchen, das dem Großvater gehört hat, lässt ihn zuerst nach Paris und schließlich gemeinsam mit seinem Sohn nach Berlin reisen – mitten hinein in die Geschehnisse rund um den Mauerfall im Jahr 1989.
Eine Tour, bei der nichts bleibt, wie es war.
Jochen Heckmann spielt in seinem Debütroman auf poetische und sinnliche Weise mit Figuren, Perspektiven und Ereignissen, die das 20. Jahrhundert in Deutschland umfassen und sich im schicksalhaften Jahr 1989 bündeln.
Einen Tag und eine Nacht ist Abel in Berlin unterwegs. Er sucht Joe, seinen Freund, der ihm Heimat bedeutet wie die vertraute Stadt, die sich so rasant verändert. Wie lange war Joe nicht zu Hause, hat er Abel verlassen, geht jetzt eigene Wege? So pilgert Abel durch die Subkultur. Märchenbrunnen und Tiergarten, Kneipen, die Sauna unterm Dach, Orte des Begehrens und fremder Umarmung. Wurden sie für ihre Liebe zur Gefahr? Hat der junge Ostberliner Abel zu viel erhofft vom Leben mit Joe, zugezogen aus katholischer West-Privinz? Hatten sie überhaupt eine Chance? Abels Odyssee öffnet auch den Blick auf seine Herkunft, dieses \"Märchenland\", das er nicht festhalten kann, vielleicht ebenso wenig wie den Freund.
Michael Sollorz\' Romandebüt \"Abel und Joe\" beschwört mit ungeheurer Zärtlichkeit, Witz und einer lakonisch-präzisen Sprache das Gestern im Heute. Dabei fängt er nicht nur das schwule Lebensgefühl der 1990er Jahre ein, sondern auch die Verlorenheit jener Generation, die nach der deutschen Wiedervereinigung im Osten des Landes neu anfangen musste. Die Neuauflage zum 30. Jubiläum ist eine Einladung, diese zeitlos-melancholische Liebesgeschichte wiederzuentdecken.
Das Buch versammelt Bewegungsgeschichten queerer Schwarzer Menschen und People of Color in Deutschland von den 1980er-Jahren bis heute. Der Mauerfall und die frühen Jahre der »Wiedervereinigung« sind der Kristallisationspunkt einer Gegensatzbeziehung: Für eine weiße schwul-lesbische Bürgerrechtsbewegung sind sie der Beginn eines erfolgreichen Marsches durch die Institutionen, für migrantische Communitys wird die Wendezeit hingegen als »Baseballschläger-Jahre« in die kollektive Erinnerung eingehen. Die Texte geben Inspiration für gegenwärtige und zukünftige Generationen von Queers of Color in ihren Kämpfen gegen Kapitalismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit, Sexismus und für emanzipatorische Freiräume.
In der Deutschen Demokratischen Republik anno 1984
Ein Teenager, 14 Jahre alt, wächst in dem stark sozialistisch geprägten Land auf. Seine Heimat ist Ilmenau. Seine Eltern behüten ihn sehr. Weil sie wissen: wenn sie ihn gut erziehen, sie sich um ihn und seine Zukunft keine Sorgen machen müssen. Er würde dann wissen, wie er sich zurechtfindet. Eigentlich sollte passen - doch dann kommt alles ganz anders.
Er muss Ilmenau verlassen. Sein Papa hat eine neue Aufgabe. Er ist Polizist bei der Deutschen Volkspolizei und muss nach Schöneberg, an die Grenze zu Westdeutschland, um für Ordnung zu sorgen. Nun ist Tommy nur noch alleine. Seine Freunde fehlen ihm so sehr. Sein Papa wird immer aggressiver: Nur selten kommt er noch heim. Man ihn nachts sogar weinen. Der Junge sehnt sich nach der Heimat. Dort war alles noch in Ordnung. Da kommt sein bester Freund, Kevin, den er schon ewig nicht gesehen hat. Von ihm erfährt er, was dieser vorhat. Kevin ist ein sogenanntes Sorgenkind, dem es in seinem Elternhaus nicht gut geht. Er will die DDR verlassen. Er will frei sein.
Freunde hatte ich keine. Ich litt unsagbar. Doch mit meiner Essstörung hatte ich endlich etwas gefunden, das ich kontrollieren konnte – meinen Körper. Ich wollte noch dünner sein, … viel dünner.
September 1989. Die dreizehnjährige Daniela flüchtet mit ihrer Familie über die Prager Botschaft. Im Westen sucht sie nach Anerkennung in der Schule, fühlt sich fremd und findet keinen Anschluss. Ihr Vater treibt sie zu immer neuen Höchstleistungen an. Später strebt sie nach Erfolg im beruflichen Leben. Lebensgefährliche Magersucht und gut betuchte Männer bestimmen bald ihren Alltag. Die junge Frau führt nun ein Leben im Luxus. Doch innerlich ist sie leer und ausgebrannt. Als sie Denise trifft, glaubt sie, endlich die wahre Liebe gefunden zu haben und lässt sich mit Haut und Haaren auf die junge Frau ein. Danielas unbändiger Kinderwunsch jedoch bedroht das Glück der beiden Frauen.
Wird Daniela es schaffen, jemals glücklich zu werden, auch wenn Geld und Macht keine Rolle mehr spielen?
Dresden, Sommer 2006. Während Deutschland im Zuge der Fußball-WM eine neue Arglosigkeit im Umgang mit nationalen Symbolen entwickelt, sind Benny, seine beste Freundin Maren und ihre Clique auf \"Anti-Schland\"-Kurs. Weil sie wissen, wohin Patriotismus führen kann. Und weil sie Punks sind. Bei Pogo-Partys im Jugendzentrum Rosaluchs, Straßenschlachten mit der Polizei und Kollisionen mit Neonazi-Banden erleben sie das Erwachsenwerden im Schleudergang. Bennys Alltag ist ein Taumel zwischen Gefahren und Glücksmomenten. Hinzu kommen die unvermeidlichen Wirrungen der Pubertät: Eskalationen im Elternhaus, Planlosigkeit in Sachen Zukunft, Verselbstständigung der Hormone. Und dann ist da noch dieser komische Kuss mit seinem Kumpel Arne, der Benny deutlich mehr beschäftigt als ihm lieb ist.
Nach seinen Theatererfolgen \"Weißer Raum\" und \"Deutsche Feiern\" legt Lars Werner mit \"Zwischen den Dörfern auf hundert\" seinen ersten Roman vor. Hellsichtig und humorvoll zeichnet er das Porträt einer ostdeutschen Jugend, die den DDR Sozialismus nur noch aus Erzählungen kennt, dem nachfolgenden Erstarken des Neonazismus dagegen täglich ausgesetzt ist. So ist dieses Debüt nicht nur eine ambivalente literarische Liebeserklärung an Dresden und sein Umland, sondern auch ein lakonischer Kommentar auf die Zerrissenheit der deutschen Gesellschaft. Das Ringen zwischen Gestern und Heute, Herkunft und Ankunft, Mainstream und Queerness, Stadt und Provinz -- all das steckt drin im drängenden Lebenshunger von Lars Werners Ich-Erzähler Benny. Er demontiert den Mythos vom Sommermärchen -- indem er sein eigenes erzählt.
Dass Ahne noch lebt, ist gut. Sonst gäbe es dieses Buch nicht. Dass er noch lebt, ist nicht selbstverständlich. Und das Leben an sich auch nicht. Schließlich lebt er fast von Geburt an in zwei Welten gleichzeitig. In Ostberlin und auf einem Kontinent, der nach ihm benannt ist, weil er ihn entdeckt hat. Sein Vater verlässt die Familie, und Ahne fühlt sich plötzlich wie ein Erwachsener. Dabei will sich sein Körper so gar nicht entwickeln. Als er den Höhepunkt seiner geistigen Leistungsfähigkeit erreicht, ist Ahne 14 Jahre alt, schwul und fürs Leben untauglich. Glaubt er jedenfalls. Aber es geht doch irgendwie weiter. Mit Lehre und Armeezeit, Punk und Pogo, Skiflug-WM und der Abschaffung des Kapitalismus. Und das mit der Liebe könnte man ja auch noch wagen. Zum Sterben ist es nämlich nie zu spät.
Nun hat Ahne das alles auch noch aufgeschrieben, lückenlos und unverfälscht, fast jedenfalls, und wundert sich, dass er es bis heute geschafft hat.
Ein autobiografischer Roman über das Aufwachsen in der DDR, die Kraft imaginärer Gegenwelten und das holprige Dasein, das schon auch ein bisschen Spaß macht.
Leipzig 1989: Andreas Kramer verliert seinen besten Freund Ryan, weil dessen Mutter einen Ausreiseantrag in den Westen gestellt hat. Die beiden verbindet schon lange mehr als nur Freundschaft, auch wenn sie das erst in ihrer letzten gemeinsamen Nacht erkennen.
Obwohl unklar ist, wann und ob sie sich wiedersehen, glaubt Andreas fest an ihre Liebe und als sich die Grenzen öffnen, macht er sich umgehend auf den Weg in den Westen, um Ryan zu besuchen. Allerdings erlebt er dort eine böse Überraschung, die ihre Freundschaft auseinanderzureißen droht.
Länge: ca. 24.000 Wörter
„Jungs in seinem Alter glauben alle, die Welt würde ihnen gehören. Und bei Nicholas könnte das tatsächlich der Wahrheit entsprechen.“
Als der kleine Liam im Wald einem verwahrlosten Jungen voller Rätsel begegnet, ahnt er sofort, dass dieser sein Leben grundlegend verändern wird. Nur hätte er nicht damit gerechnet, dass dies mit zehn Jahren Verspätung geschieht. Der charmante Draufgänger Nicholas stolpert ihm ein zweites Mal vor die Füße – und reißt dabei alle Sicherheit mit sich, die Liam je gekannt hat.
Zwischen DDR-Überwachung, heißblütigen Punks und nervenaufreibendem Schuldrama entwickelt sich eine von Sehnsucht und Ängsten genährte Verbindung, die kurz davor steht, zu explodieren. Denn Katastrophen sind Nicholas\' Fachgebiet, und er hat keinesfalls vor, sich durch ein bisschen Gefühlsduselei von seinem wahren Ziel abbringen zu lassen: die gesamte Stadt brennen zu sehen.
\"Zwischen Hormonschüben und Theater-AG: Die tragische Liebe von zwei Jungen in der DDR.\"
Thea, Jahrgang 1957, ist in Mecklenburg geboren, aufgewachsen und dort geblieben. In schlaflosen Nächten blickt sie auf ihr bisheriges Leben zurück. Erinnerungen an ihre gescheiterte Ehe und an Schicksalsschläge während ihres Alltags in der DDR drängen sich wieder in ihr Bewusstsein. Sie denkt an glückliche, aber auch schwierige Momente mit ihren Kindern und versucht rückblickend, Gründe für das heute eher komplizierte Verhältnis zu ihnen zu finden. Zwischen all das mischen sich Bilder ihrer Liebe zu Reida, mit der Thea nach der Wende ihres Lebens das ersehnte Glück und ihre Unabhängigkeit gefunden hat. Schnörkellos und mit klarem Blick auf die Dinge erzählt Thea von den Einschränkungen und Einsichten ihrer Lebensjahre.
GRATIS
Psychosozial-Verlag
328 Seiten
#queer #Sachbuch Weitere Infos
In Westberlin war immer mehr möglich – gerade in Sachen Geschlecht und Sexualität. Auch Sperrstunden und Sperrbezirke, wie in der BRD üblich, gab es hier nicht. Die interkulturell offene Stadt hatte nicht nur für Dienstreisende einen besonderen Reiz, sie war auch geprägt von alliierten Soldat*innen und von Gastarbeiter*innen. Junge Männer, die vor der Bundeswehr flohen, suchten hier Zuflucht – genau wie Menschen, die eine ausgemergelte Großstadt mit einer alternativen Kultur wollten.
Die Autor*innen eröffnen Einblicke in den Charakter dieser besonderen Stadt, wobei sie auf das Geschlechtliche und Sexuelle fokussieren. Texte und künstlerische Arbeiten fügen sich zu einem Gesamtbild, in dem individuelle Lebensentscheidungen ebenso Raum finden wie trans*, lesbischer und schwuler Aktivismus.
Mit Beiträgen von Gülşen Aktaş, Bilbo Calvez, Gérôme Castell, Jayne County, Danielle de Picciotto, Nora Eckert, Egmont Fassbinder, Carolyn Gammon, Cihangir Gümüştürkmen, Peter Hedenström, Manfred Herzer-Wigglesworth, İpek İpekçioğlu, Susann Kaiser, Manuela Kay, Wilfried Laule, Katharina Oguntoye, Jayrôme C. Robinet, Dieter Telge und Koray Yılmaz-Günay
Gestatten: Kaminsky, Matthias Kaminsky. Sie werden ihn kennenlernen. Ob sie ihn mögen, müssen Sie selbst entscheiden. Der Kerl ist Ossi. Baujahr 1969, aus Querfurt. Guter Name, passt zu ihm. Alles beginnt 1984 mit der Lizenz zum \"Schallplattenunterhalter\", Papa fährt ihn zum Diskomachen über Sachsen-Anhalts Dörfer. 1990 hat Matthias sein schwules Coming-out. Die Neunziger gehören für ihn, neben Hedonismus und Party, immer auch der Kunst. Heute zählt er praktisch zum Inventar der Berliner Popkultur, parkt mit Porno-Porsche auf dem Parkplatz der Merkel und schmiedet Pläne mit Doktor Motte. Klingt nach Hektik? Tatsächlich führt Kaminsky mehr Leben zugleich als eine Katze nacheinander. Als Techno-DJ und Schöpfer einer Marke für Fetischklamotten, Mitgründer der Loveparade-Nachfolge \"Rave the Planet\", Designer für Produkte und Creative Director des Berliner DDR-Museums, als Eventorganisator für die Expo, die IAA, für Schalke 04 und Toyota. Und jetzt auch noch Buchautor? – Ja doch, er ist der Held dieser deutsch-deutschen Schelmengeschichte, einer erstaunlichen, lebensbunten, unfassbar komischen Geschichte. Oder wie er selbst sagt, wenn er gepierct und tätowiert in seiner Schöneberger Stammkneipe vor einem steht: \"Großartiger Unsinn!\" Von der DDR, der Wende, Berlin, der Bundesrepublik und überhaupt. Und mittendrin und gern ein Stück vorneweg Kaminsky selber – nicht Mitläufer noch Wegducker, einfach ein Querkopf, der seinen Weg geht. Und dem man verblüfft dabei zusieht.
Eine Tonbandkassette, ein angestaubter Schnappschuss, eine BRAVO von 1989 … das genügt, um aus dem Heute ein Gestern zu machen. Plötzlich ist Aljoscha wieder Schüler, ein von seinen Gefühlen verunsicherter Lockenkopf. Und verliebt! In Tobias, den Eishockeyspieler mit dem unwiderstehlichen schiefen Grinsen. Der erste Kuss, das erste Mal und eine Nacht unter einem Himmel voller Sternschnuppen. Alles könnte perfekt sein. Könnte ...
Dieses Buch erschien in seiner Erstauflage im März 2017. Zur zweiten Auflage, vier Jahre später, hat der Autor die komplette Geschichte noch einmal überarbeitet. Das Taschenbuch hat jetzt 384 Seiten A5.
1989: Kurz nach seiner Ausreise nach Westberlin findet sich Dirk als Pfleger in der Residenz am Grunewald in Berlin wieder. Nicht, dass er eine Ausbildung hätte. Nicht, dass er jemals bleiben wollte. Er hatte eindeutig Größeres vor!
In alternativen Identitäten und erfundenen Biografien schummelt Dirk sich durch seine Wunderwelt: Mal spielt
er für eine transsexuelle Prostituierte den bissigen Hund, mal tanzt er für Ceausescu in New Yorks Straßen oder mimt im Ecstasy-Rausch den gelehrten Psychologen.
Jörg Rehmanns Debütroman ist ein tragikomisches Panoptikum einer Kindheit in der DDR und der Schwulenszene im Berlin der Neunzigerjahre.
Mai 1975: Der junge Schauspieler Erwin Berner zieht in die Schreinerstraße in Friedrichshain. Hier wird er sein Leben verbringen, Erfolge feiern, sein Coming Out erleben, aber auch die Brüche der Wende und Nachwendezeit erfahren. Geht er dann durch die Straßen, tritt er in seine Wohnung, so erinnert ihn alles an das, was war und nicht mehr ist, verschwunden im Strudel einer neuen Zeit. Schreibend wird er zum literarischen Chronisten einer anderen Welt und erobert sich den Boden, der ihm nach der Wende in Berlin unter den Füßen weggezogen wurde, zurück. Es sind Bilder einer Stadt und eines Lebens, die in der Erinnerung Gestalt annehmen und sich wie ein Schattenspiel über die Oberfläche des Hier und Jetzt schieben.
Mit seiner Biografie schreibt sich Erwin Berner eindringlich in die Veränderungen einer Stadtlandschaft ein.
Das ist die zentrale Frage, mit der sich die beiden Protagonist*innen aus \"Weiter.\" auseinandersetzen. Nehmen wir Veronika: Sie war in ihrer Kindheit und Jugend Gewalt und Lieblosigkeit ausgesetzt, wovon wir auf den ersten Seiten des Romans erfahren. – Und nehmen wir Robert: Er wurde gerade von seinem langjährigen Partner verlassen, der sich in eine Amour fou mit einem 18-Jährigen gestürzt hat. Aufgelöst und am Boden zerstört trifft er im Mai 1986 in einem Westberliner Café auf Veronika. Von da an geht es aufwärts, es kommt Hoffnung auf – es geht weiter.
Veronikas harte Schale beginnt zu bröckeln, und Roberts Ballast fällt langsam von ihm ab. Die beiden Unbekannten ziehen sich gegenseitig aus der Misere. Nach und nach nehmen ihre Wünsche und Sehnsüchte Gestalt an: ein Leben mit Liebe, Sicherheit und Geborgenheit. Veronika und Robert müssen ihr Leben in die Hand nehmen: Was können sie für sich tun? Und: Wofür entscheiden sie sich?
Schräge Blicke beim Betreten der Mädchentoilette und dreiste Nachfragen nach ihrem Geschlecht bestimmen den Alltag der androgynen Lexi. Die 14-Jährige kämpft in der Nachwendezeit mit den Tücken des Erwachsenwerdens und der Langeweile ihrer thüringischen Kleinstadt. Als sie die Punkerin Rosa und deren Clique kennenlernt, hat Lexi plötzlich ganz andere Probleme, von denen pöbelnde Nazis noch das geringste sind. Begeistert stürzt sie sich in eine ihr unbekannte Welt aus Pogotanzen, Aktivismus und Dosenbier. Dabei entdeckt sie nicht nur ihre Liebe zum Punk, sondern auch zu Rosa. Doch die ist mit Armin liiert.
Ein witziger, authentischer Roman über das Großwerden zwischen West und Ost!
EUR 3,99
Books on Demand; 1. Edition
192 Seiten
#schwul
»Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Bruderherz.« Mein Schwesterchen schüttelte mir überschwänglich meine Hand, als ich gerade zur Tür herein kam und sie die erste Person war, die mich in meinem Elternhaus in Empfang nahm. »Nun gehst du ja auch stramm auf die Dreißig zu, was?«
Mit diesen unbedarft geäußerten Worten wurde Jan im blühenden Alter von 28 Lenzen in seine allererste Midlife-Crisis gestürzt! Denn Jan ist schwul und das Leben offenbar mit dreißig bereits vorbei. Das zumindest versuchte die vereinigte schwule Postille dem geneigten oder auch nicht geneigten Leser zu vermitteln und fand sich im Tenor einer jeden Kontaktanzeige wieder.
Wir befinden uns Anfang der neunziger Jahre. Jans Coming-out liegt zehn Jahre zurück. Eine lange Zeit für einen Kleinstadtjungen inmitten der Provinz, so ganz ohne Szene, Privatfernsehen und lange vor dem Internet. Aber es ist obendrein die Zeit des Auf- und Umbruchs, der Grenzöffnung, Wiedervereinigung und der Veränderung - auch für Jan. Doch der fühlt sich noch immer irgendwo dazwischen.
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