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F. G. Borghi - Unholy: An Almost Complete Hagiography of Gay Saints : Borghi, F. G., Koll, Björn
NEU (VÖ:15.04.2025) EUR 59,00 Albino Verlag, Salzgeber Buchverlage GmbH 192 Seiten #schwul Seit frühchristlicher Zeit haben schwule Heilige die Welt mit ihren Wundertaten in Staunen versetzt. Mit \"Unholy\" erscheint nun endlich eine Hagiographie dieser großartigen Menschen. Streng wissenschaftlich und mit hehrem Ernst enthüllt dieses opulente Werk ihre Vorzüge in Text und Bild. Großformatige Abbildungen zeigen bedeutende Heilige wie \"Maksym von Poltawa\", \"Sankt Ainsley\" oder \"Konrad aus Perleberg\" wie Gott sie schuf, also nackt, und buchstäblich fantastische Texte berichten von ihrem Leben. \"Unholy\" ist ein Buch voller Weisheit, Güte und Schönheit, randvoll mit strahlenden Vorbildern, die eine Zierde für jedes Bücherregal und jeden Nachttisch sind. |
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Blaise Campo Gacoscos - Der Junge aus Ilocos
NEU (VÖ:26.03.2025) EUR 15,99 Albino Verlag; 1. Edition 140 Seiten #schwul Weitere Infos Die Ilocos-Region im Nordwesten der Philippinen ist voller Widersprüche. In der Kultur der Ilocanos treffen jahrhundertealte Traditionen auf die Einflüsse der modernen Hauptstadt Manila, agrarischer Pragmatismus auf christliche Gottergebenheit. Victor ist ein Kind dieser Welt. Nachdem sein Vater die Familie für eine neue Frau verlassen hat, lebt der Junge mit der Mutter, Bruder Raffy und seinen Großeltern in bescheidenen Verhältnissen in einem kleinen Haus am Quinarayan-Fluss. Die Jahre seiner Jugend sind gezeichnet von familiärer Geborgenheit, aber auch von Verunsicherungen aufgrund des niedrigen sozialen Status der Familie und dem frühen Bewusstsein für seine Homosexualität. Diese zwei Faktoren prägen Victors Leben, dem der Roman bis ins mittlere Alter folgt – in die Metropole, ins Milieu greller Schlagzeilen und des großen Geldes, in düstere Rattenlöcher, trunkene Aha-Momente, schwule Badehäuser und trügerische Episoden des Glücks. Am Ende führt der Weg jedoch zurück nach Ilocos. Wo sich ein Kreis schließt und eine Lücke füllt, aber die alten Widersprüche dennoch bestehen bleiben. Die acht konzisen Kapitel in \"Der Junge aus Ilocos\" beleuchten schlaglichtartig unterschiedliche Phasen in Victors Leben – von frühen Aufbrüchen über die erste Liebe bis hin zu zweifelhaften Erfolgen und der Ernüchterung danach. In Victors Erfahrungen und Begegnungen spiegeln sich teils die Spannungen der philippinischen Gegenwartsgesellschaft, teils die Biografie des Autors wider. Blaise Campo Gacoscos nahm sich jedoch bewusst Freiheiten bei der Zeichnung seiner Hauptfigur. \"Ich habe mich für die Romanform entschieden, weil ich Charaktere erschaffen wollte, die mir selbst helfen, den Sinn des Lebens zu begreifen\", schreibt er in seinem Nachwort. Bezeichnenderweise lässt er die Geschichte mit einem lakonischen Witz enden, in dem all das mitschwingt, was den Roman generell auszeichnet – Abgeklärtheit, Melancholie und ein kleines Augenzwinkern. |
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Alan Hollinghurst - Die Schönheitslinie
(VÖ:17.03.2025) EUR 13,99 Albino Verlag; 1. Edition 566 Seiten #schwul #Neuauflage Weitere Infos Sommer 1983: Als der zwanzigjährige Nick Guest in den wohlhabenden Londoner Stadtteil Notting Hill zieht, eröffnet sich ihm eine ganz neue Welt. Er bewohnt die Dachkammer des Elternhauses seines Kommilitonen Toby Fedden, in den er heimlich verliebt ist. Doch statt Toby sind es vor allem die anderen Mitglieder der Familie, die Nick in ihr Leben integrieren: der konservative Tory-Abgeordnete Gerald, seine Frau Rachel und die manisch-depressive Tochter Catherine. Schon bald oszilliert Nicks Alltag zwischen den abgründig-existenziellen Gesprächen mit Catherine und glamourösen Festen und Empfängen. Gebildet und attraktiv wie er ist, kommt er gut an bei den Reichen und Mächtigen, die sich im Haus der Feddens die Ehre geben. Doch die Tuchfühlungen mit der Londoner High Society sind nur eine Seite von Nicks neuem Großstadtleben. Die andere sind seine ausgiebigen Erkundungen schwuler Sinnesfreuden. Hier wie dort stürzt er sich rückhaltlos hinein in den Strom der schnellen Genüsse und flüchtigen Reize. Dabei ist ihm das Streben nach Eleganz und Schönheit wichtiger als ethische Überzeugungen. Doch die schönen Fassaden bekommen Risse, als die Aids-Epidemie London erreicht. Mit \"Die Schönheitslinie\" schuf Alan Hollinghurst ein kunstvoll komponiertes Sittenporträt der Londoner Upperclass der Achtzigerjahre und einen zeitlosen Roman über die Suche nach Liebe und Schönheit. Als das englische Original 2004 erschien, wurde es von der Kritik für seine James\'schen Qualitäten gelobt und im selben Jahr mit dem renommierten Booker Prize ausgezeichnet. |
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Micha Riegel - Rauchzeichen für Rio
(VÖ:15.10.2024) EUR 17,99 Albino Verlag; 1. Edition 288 Seiten #schwul Weitere Infos Unterfranken, Mitte der Neunzigerjahre: Samu ist 16, als er aus seinem Heimatdorf wegmuss. Ein Jahr zuvor hat er am Faschingsdienstag auf offener Straße mit Maxi rumgeknutscht. Oder Maxi mit ihm? Jedenfalls war der Kuss ein Skandal, weil Maxi der Sohn vom Umraths-Franz war, dem reaktionären Bürgermeister. Jetzt ist Maxi tot. Vom Kirchturm gesprungen. Daran ist Samu schuld. So sehen das zumindest der Umraths-Franz und sein rechtsradikaler Sohn, die Rache schwören. Also haut Samu nach Frankfurt ab, wo er im September eine Lehre anfangen soll. Doch vorher kommt noch der Sommer. Und die Bekanntschaft mit Lenni, mit dem Samu eine gemeinsame Leidenschaft für die Musik von Ton Steine Scherben verbindet. Die beiden beschließen, Rio Reiser auf dessen Hof im nordfriesischen Fresenhagen einen Besuch abzustatten - der Beginn einer halsbrecherischen Odyssee quer durch Deutschland und einer ersten Liebe. Wenn Micha Riegel schreibt, liegen Tragik und Komik nah beieinander. Sein Debütroman wirft die Lesenden mitten hinein in den chaotischen Erfahrungsmarathon der Protagonisten, der nebenbei zum Spiegel der deutschen Nachwendejahre wird. Aber egal ob Samu und Lenni in Frankfurt skrupellosen Dealern entkommen, ob sie in Weimar die Polizei austricksen, in Berlin einem dubiosen Pornoproduzenten auf den Leim gehen oder im Anti-AKW-Hüttendorf bei Gorleben den überfälligen Arschtritt in Sachen Liebe erhalten, sie behalten stets ihr Ziel vor Augen: die Ton-Steine-Scherben-Kommune in Fresenhagen. \"Rauchzeichen für Rio\" ist ein Roman wie ein Rio-Reiser-Song: ehrlich, entwaffnend, umwerfend. |
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James Cahill - Tiepolo Blau
(VÖ:10.10.2024) EUR 19,99 Albino Verlag; 1. Edition 436 Seiten #schwul Cambridge, 1994. Nachdem er zu Studienzeiten von einem Kommilitonen zurückgewiesen wurde, hat der Kunsthistoriker Don Lamb der Liebe abgeschworen und sich ganz seiner Karriere verschrieben. Mit Anfang 40 führt er ein asketisches Professorenleben zwischen Hörsaal, Bibliothek und dem High Table, wo am Abend die Intrigen des Lehrkörpers gesponnen werden. Außerdem arbeitet er wie besessen an einem Buch über das Blau des Himmels in den monumentalen Fresken von Barock-Maler Giovanni Battista Tiepolo. Doch dann kommt der Knacks. Als im Peterhouse eine moderne Kunstinstallation aus Müll errichtet wird, ist Don dermaßen empört darüber, dass er seinem Gelehrten-Reservat den Rücken kehrt und stattdessen die Leitung eines Museums in London übernimmt. Damit bricht das wahre Leben über ihn herein - in Gestalt des jungen Künstlers Ben, der ihn in die anarchische Künstlerszene der Hauptstadt und das Nachtleben von Soho einführt. Der Perspektivwechsel lässt den sonst beherrschten Professor zunächst aufblühen, erschüttert aber auch seine bisherige Existenz in ihren Grundfesten. Dons Schwärmerei für Ben wird zum Drahtseilakt und sein Neuanfang zu einer immer verworreneren Reise ins Ungewisse. James Cahill war selbst einige Jahre Dozent in Cambridge und kennt die Welt, von der sein Debütroman erzählt, sehr genau. So ist \"Tiepolo Blau\" nicht nur die augenzwinkernde Coming-of-Age-Geschichte eines kauzigen Intellektuellen in der Midlife-Crisis, sondern auch ein liebevolles Porträt der Elfenbeinturm-Existenz eines Stubengelehrten. Mit viel Feingefühl, Witz und Ironie erzählt Cahill, wie sein stoischer Protagonist sich selbst neu kennenlernt und dabei zunehmend den Halt verliert. \"Tiepolo Blau\" ist ein großer Roman über die Kunst, den Sex und das wahre Leben - düster wie ein Herbsttag in Cambridge, rätselhaft wie das Labyrinth der Bars von Soho, erhebend wie das Blau des Himmels bei Tiepolo. |
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Michael Sollorz - Abel und Joe
(VÖ:16.09.2024) EUR 15,99 Albino Verlag; 1. Edition 145 Seiten #schwul Einen Tag und eine Nacht ist Abel in Berlin unterwegs. Er sucht Joe, seinen Freund, der ihm Heimat bedeutet wie die vertraute Stadt, die sich so rasant verändert. Wie lange war Joe nicht zu Hause, hat er Abel verlassen, geht jetzt eigene Wege? So pilgert Abel durch die Subkultur. Märchenbrunnen und Tiergarten, Kneipen, die Sauna unterm Dach, Orte des Begehrens und fremder Umarmung. Wurden sie für ihre Liebe zur Gefahr? Hat der junge Ostberliner Abel zu viel erhofft vom Leben mit Joe, zugezogen aus katholischer West-Privinz? Hatten sie überhaupt eine Chance? Abels Odyssee öffnet auch den Blick auf seine Herkunft, dieses \"Märchenland\", das er nicht festhalten kann, vielleicht ebenso wenig wie den Freund. Michael Sollorz\' Romandebüt \"Abel und Joe\" beschwört mit ungeheurer Zärtlichkeit, Witz und einer lakonisch-präzisen Sprache das Gestern im Heute. Dabei fängt er nicht nur das schwule Lebensgefühl der 1990er Jahre ein, sondern auch die Verlorenheit jener Generation, die nach der deutschen Wiedervereinigung im Osten des Landes neu anfangen musste. Die Neuauflage zum 30. Jubiläum ist eine Einladung, diese zeitlos-melancholische Liebesgeschichte wiederzuentdecken. |
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Ahepka Yves Moïse N'Guessan - Die Frauen seines Lebens
(VÖ:14.05.2024) EUR 17,99 Albino Verlag; 1. Edition 156 Seiten #schwul Die Vier-Millionen-Metropole Abidjan an der Elfenbeinküste, heute: Der junge Arzt Marco hat es geschafft. Er hat eine erfolgreiche Karriere, seine stolze Mutter liebt ihn über alles, mit seiner Ehefrau Linda hat er die gemeinsame Tochter Anastasia großgezogen. Doch die Fassade bröckelt. Denn sie fußt auf Traumata, Verdrängung und dem Korsett gesellschaftlicher Zwänge. Als Marco nach Jahrzehnten der Selbstverleugnung beschließt, seine unterdrückte Homosexualität auszuleben, gerät seine von Disziplin und äußerem Erwartungsdruck zusammengehaltene Welt aus den Fugen. Nicht nur werden ihm schlagartig die Versäumnisse seines bisherigen Lebens klar, die Entscheidung hat auch prompte Reaktionen auf Seiten von Mutter und Ehefrau zur Folge. Beide sehen sich in ihrer Existenz bedroht und auf Unterdrückungserfahrungen aus der eigenen von Zwangsehe, Beschneidung und patriarchaler Willkür gezeichneten Vergangenheit zurückgeworfen. Die Situation eskaliert, als Anastasia auf die Situation mit einem perfiden Plan reagiert. In \"Die Frauen seines Lebens\" legt Ahepka Yves Moïse N\'Guessan anhand der Biografien seiner Protagonist*innen die Wunden der von Kolonialzeit, Bürgerkrieg und politischen Krisen geprägten Gegenwart der Elfenbeinküste offen. Der unfreie Umgang mit dem Thema Homosexualität wird dabei zum Sinnbild einer Kultur, die zwischen Tradition und Fortschritt, Aufbruch und Stillstand feststeckt. Zwar sind homosexuelle Handlungen in dem afrikanischen Land – anders als bei den Nachbarn Liberia und Ghana – nicht gesetzlich verboten, dennoch werden sie von der Mehrheit der ivorischen Gesellschaft abgelehnt. Am Ende nutzt N\'Guessan die lokalen Bezüge aber nur als Blaupause für eine universelle Geschichte über veraltete Männer- und Frauenbilder sowie die Ursprünge von Tabus und deren Folgen. \"Die Frauen seines Lebens\" ist ein erhellendes und ergreifendes, vor allem aber zutiefst humanistisches Plädoyer für die Freiheit, den eigenen Weg gehen zu dürfen. |
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Adam Mars-Jones - Box Hill
(VÖ:22.03.2024) EUR 17,99 Albino Verlag; 1. Edition 138 Seiten #schwul Surrey County in England, im Jahr 1975: An seinem 18. Geburtstag beobachtet Colin am Box Hill, einem Biker-Treffpunkt südlich von London, neugierig die starken Kerle im Motorrad-Outfit. Noch weiß er nicht, dass dieser Tag sein Leben für immer verändern wird. Bis er wortwörtlich über einen der starken Kerle stolpert: Ray. Die natürliche Autorität des deutlich älteren Mannes mit der Lederkluft übt vom ersten Moment an eine unbezwingbare Anziehungskraft auf Colin aus. Die Folgen sind seine erste sexuelle Erfahrung, seine erste Fahrt auf einer Norton Commando und seine erste Beziehung. Noch am selben Tag zieht er bei Ray ein – der Beginn einer sechs Jahre andauernden, streng reglementierten Zweisamkeit, in der sich die Grenzen zwischen Unterwerfung und Geborgenheit auflösen. Adam Mars-Jones verbindet in \"Box Hill\" die Geschichte einer SM-Beziehung mit einem großen Panorama der Widersprüchlichkeiten menschlichen Verhaltens. Indem er den Ich-Erzähler Colin die Geschichte mit einem zeitlichen Abstand von knapp zwanzig Jahren erzählen lässt, schreibt er dem Text beiläufig eine Nostalgie ein, die auch den Abgründen des Geschehens eine gewisse Zärtlichkeit zubilligt. Und indem er Ray gleichermaßen als Unterdrücker und als Ikone zeichnet, macht er die Ambivalenz von Colins Gefühlen nachvollziehbar. Das ist sexy und anrührend, traurig und komisch, und entlarvt nicht zuletzt mit einer charmanten Portion britischen Humors das Männerwelt-Idyll der ungebremsten Motorrad-Rennfahrten, drakonischen Machtspielchen und versauten Poker-Runden als Mythos von gestern. |
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Michael Roes - Spunk
(VÖ:25.09.2023) EUR 17,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 269 Seiten #schwul 1978/79: Nach seiner Ausbildung zum Dachdecker entflieht Gabriel der gewalttätigen Enge seines rheinischen Elternhauses, indem er – gemäß alter Handwerkertradition – auf Wanderschaft geht. Bewehrt mit Stenz und Charlie, entdeckt er das Land seiner Herkunft in all seiner Schönheit und Zerrissenheit. Sein treuer Begleiter: ein Wanderbuch, dem er nicht nur seine Stationen und Bekanntschaften, sondern auch seine tiefsten Gedanken anvertraut. Sie drehen sich um Freiheit, Sexualität, Gesellschaft, Familie und die Macht der Worte. Als Gabriel in West-Berlin strandet und in einer Kreuzberger Hausbesetzer-WG den Punk Pille kennenlernt, erfährt er zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl inniger Freundschaft. Oder ist es Liebe? Für ein paar Wochen scheint es, als wäre er angekommen. Doch die Walz ist noch nicht vorbei – und die Suche nach einer eigenen Sprache gerade erst am Anfang … Nur wenigen Schreibenden gelingt es so eindrücklich, Epochen, Orte und Kulturen mit den Mitteln der Sprache zu vermessen wie Michael Roes. Sein neues Buch, das er ironisch als »Heimatroman« bezeichnet, ist eine literarische Walz von Wertherbruch in NRW bis nach Taizé in Frankreich. Mit jedem Kilometer, den sich der Ich-Erzähler weiter von \"Vaddern\" und \"Muddern\" entfernt, werden seine Gedanken spielerischer und seine Lust, die Grenzen der eigenen Herkunft zu sprengen, größer. So skizziert der Text nicht nur eine geografische Reise, sondern auch ein Entkommen aus dem tristen Schweigen der westdeutschen Vorwende-Provinz in die gelöste Rhetorik eines freien Geistes. Am Wegesrand: die Alpen, das Meer und eben jener lebensverändernde Abstecher in die vergangene Parallelwelt der Aussteiger-Insel West-Berlin, deren anarchistischem Geist \"Spunk\" ein Denkmal setzt. |
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Gabriel Wolkenfeld - Wir Propagandisten
(VÖ:22.09.2023) EUR 17,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 299 Seiten #schwul #Neuauflage Gabriel Wolkenfelds Roman \"Wir Propagandisten\" entstand 2013 als literarische Reaktion auf die Verabschiedung des sogenannten Homo-Propaganda-Gesetzes in Russland. Das Buch erzählt die Geschichte eines jungen Deutschen, der ein Jahr lang als Sprachlehrer in Jekaterinburg Land und Leute kennenlernt und dabei die Einführung des Gesetzes vor Ort mitbekommt. In klarer, doch assoziativer Sprache zeichnet der Text ein lebendiges Porträt des Alltags jenseits des Kremls, berichtet von Wodka-Gelagen in WG-Küchen, von schwulen Hinterhof-Partys, von zaghaftem Widerstand und geflüsterten Geständnissen, aber auch von der Angst, die sie auslösen. Und immer wieder von den lichten Momenten seligen Trotzes, die stärker sind als das Poltern der Gegner: \"Verdammt noch mal, denke ich, das Leben ist schön. Wir haben – auf absehbare Zeit zumindest – nur dieses eine.\" Zehn Jahre nach seiner Entstehung ist \"Wir Propagandisten\" aktueller denn je. Nicht nur wurde das Homo- Propaganda-Gesetz seither von Ländern wie Ungarn adaptiert und in Russland 2022 nochmals verschärft, es lädt im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auch zu neuem Nachdenken über die Zusammenhänge von chauvinistisch-autoritären Machtstrukturen und Homophobie ein. In dieser Hinsicht erscheint Wolkenfelds Text fast schon prophetisch. Vor allem aber vermittelt er eine Perspektive, die im Zuge von Nachrichtensperren und Kriegsberichterstattung immer mehr aus dem Fokus gerät: den Alltag einer undogmatisch-oppositionellen russischen Bevölkerung. Für diese Neuausgabe hat der Autor ein aktuelles Nachwort verfasst, das die jüngsten Entwicklungen in Russland reflektiert. |
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Lars Werner - Zwischen den Dörfern auf hundert
(VÖ:22.04.2023) EUR 17,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 231 Seiten #schwul Dresden, Sommer 2006. Während Deutschland im Zuge der Fußball-WM eine neue Arglosigkeit im Umgang mit nationalen Symbolen entwickelt, sind Benny, seine beste Freundin Maren und ihre Clique auf \"Anti-Schland\"-Kurs. Weil sie wissen, wohin Patriotismus führen kann. Und weil sie Punks sind. Bei Pogo-Partys im Jugendzentrum Rosaluchs, Straßenschlachten mit der Polizei und Kollisionen mit Neonazi-Banden erleben sie das Erwachsenwerden im Schleudergang. Bennys Alltag ist ein Taumel zwischen Gefahren und Glücksmomenten. Hinzu kommen die unvermeidlichen Wirrungen der Pubertät: Eskalationen im Elternhaus, Planlosigkeit in Sachen Zukunft, Verselbstständigung der Hormone. Und dann ist da noch dieser komische Kuss mit seinem Kumpel Arne, der Benny deutlich mehr beschäftigt als ihm lieb ist. Nach seinen Theatererfolgen \"Weißer Raum\" und \"Deutsche Feiern\" legt Lars Werner mit \"Zwischen den Dörfern auf hundert\" seinen ersten Roman vor. Hellsichtig und humorvoll zeichnet er das Porträt einer ostdeutschen Jugend, die den DDR Sozialismus nur noch aus Erzählungen kennt, dem nachfolgenden Erstarken des Neonazismus dagegen täglich ausgesetzt ist. So ist dieses Debüt nicht nur eine ambivalente literarische Liebeserklärung an Dresden und sein Umland, sondern auch ein lakonischer Kommentar auf die Zerrissenheit der deutschen Gesellschaft. Das Ringen zwischen Gestern und Heute, Herkunft und Ankunft, Mainstream und Queerness, Stadt und Provinz -- all das steckt drin im drängenden Lebenshunger von Lars Werners Ich-Erzähler Benny. Er demontiert den Mythos vom Sommermärchen -- indem er sein eigenes erzählt. |
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David Santos Donaldson - Grönland
(VÖ:17.04.2023) EUR 19,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 411 Seiten #schwul Der junge Autor Kip Starling hat sich mit einer Pistole und einem Langzeitvorrat Mineralwasser im Keller seines Hauses in Brooklyn verbarrikadiert, um ungestört zu arbeiten. In nur drei Wochen soll Kip seinen ersten Roman abliefern – ein ambitioniertes Werk über das Schicksal des jungen Ägypters Mohammed el Adl, der von 1917 bis 1922 der Liebhaber der britischen Schriftstellerlegende E. M. Forster war. Mohammed erscheint Kip gleichzeitig rätselhaft und seltsam vertraut. Sie sind beide schwarz und queer, sie führen beide prägende Beziehungen zu weißen Männern, sie sind jeder auf seine Weise mit Vorurteilen, Rassismus und Homophobie konfrontiert. Während Kip sich wie im Rausch in die Arbeit stürzt, beginnen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit, Literatur und Leben, Gestern und Heute zu verschwimmen. Mohammeds Geschichte (und schließlich Mohammed selbst) beginnt zu Kip zu sprechen. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit wird zu einem Proust\'schen Portal in seine eigene Erinnerungswelt. Drei Kontinente, zwei Epochen, eine Sprache: David Santos Donaldson beleuchtet den Traum von der Assimilation in einer weiß dominierten Mehrheitsgesellschaft sowie die Fallstricke und Missverständnisse in interkulturellen Beziehungen. Zudem spürt er in dringlicher, irisierender Prosa dem Erbe des Schriftstellergiganten E. M. Forster nach, um gleichzeitig die erlösende Kraft der Literatur als solcher zu beschwören. Die Originalausgabe von \"Grönland\" wurde von der amerikanischen Presse begeistert aufgenommen und Donaldson als neue Stimme der Black Queer Literature in einem Atemzug mit Bryan Washington, Brandon Taylor und Robert Jones, Jr. genannt. \"Grönland\" ist ein eindrücklicher Debütroman, der auf meisterhafte Weise die Vergangenheit an der Gegenwart spiegelt und die Suche nach der Wahrheit als Motor künstlerischer Schaffensprozesse nicht nur greifbar werden lässt, sondern auch als das sinnliche Abenteuer offenbart, das große Literatur ausmacht. |
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Can Mayaoglu - Nadia
(VÖ:11.04.2023) EUR 24,00 Albino Verlag, Salzgeber Buchverlage GmbH; 1. Edit 250 Seiten #lesbisch Das spurlose Verschwinden ihrer jüngeren Schwester Dilhan und die Trennung von ihrer großen Liebe Rahel haben der Installationskünstlerin Nadia den Boden unter den Füßen weggezogen. Zwar schafft sie es, den Verlust Dilhans zu einem in aller Welt gefeierten Ausstellungsprojekt zu verarbeiten, doch der Trost, den das Publikum in dem interaktiven Kunstwerk findet, kommt bei Nadia selbst nicht an. Ihr innerer Aufruhr bleibt, der Jetset im Zeichen der Kunst ist mehr Flucht als Therapie. Als sie die Installation erstmals in ihrer Heimatstadt Hamburg präsentieren soll, zählt Nadia darauf, dass ihre jahrelang eingeübten Schutz- und Fluchtmechanismen sie auch diesmal vor aufrüttelnden Konfrontationen bewahren. Doch hier, wo die Traumata ihren Ursprung haben, ist die Vergangenheit unerwartet lebendig -- und die Erinnerung stärker als die Verdrängung. In \"Nadia\" erzählt Can Mayaoglu in energischer, zeitgemäßer Sprache über das Weiterleben nach dem Knacks. Ihre Titelheldin kreist mal trotzig, mal verzweifelt um die zwei großen Leerstellen ihres Lebens. Statt sich jedoch zweckorientierter Mittel der Traumabewältigung zu bedienen, lernt Nadia Schritt für Schritt zu begreifen, dass der Schmerz zu einem Teil ihrer Identität geworden ist – eine Erkenntnis, die nicht nur für sie selbst, sondern auch für die Lesenden neue Horizonte öffnet. Die psychologische Komplexität des Stoffes spiegelt Mayaoglu in vitalen Figuren und humorvollen Dialogen, die überzeitliche Thematik in literarischen Verweisen von Shakespeare über Proust bis Willemsen. Hinzu kommt eine \"Playlist\" aus Song-Zitaten, die die Kapiteltitel bilden. Sie machen \"Nadia\" endgültig zu einem Romandebüt mit einem ganz eigenem Sound. |
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Holger Brüns - Felix
(VÖ:07.10.2022) EUR 15,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 181 Seiten #schwul Weitere Infos 1984. Tom ist Anfang zwanzig, macht seinen Zivildienst im Göttinger Klinikum. Er verliebt sich in Felix. Der hat Häuser besetzt, wohnt in einer großen autonomen Hausgemeinschaft und ist mit Katja zusammen. Sie beginnen eine Beziehung, die auf die Probe gestellt wird, als Felix positiv auf HIV getestet wird. Nach einem Jahr findet sich Tom in einer Zwei-Zimmer-Wohnung mit einem sterbenden Mann, anstatt in kollektiven Zusammenhängen die Welt zu verändern. Das Ende kommt anders als erwartet. Während Tom noch versucht, Zweisamkeit und Tod mit den Ideen von Gemeinsamkeit und Leben in Einklang zu bringen, erfährt die Wahrhaftigkeit seiner Beziehung zu Felix einen jähen Bruch. Holger Brüns\' Roman \"Felix\" erzählt in knapper und präziser Sprache von einer Liebe, die mit hehren Idealen beginnt, aber an einer großen Lüge scheitert. Indem er die Handlung in der autonomen Szene der BRD der Achtziger verortet, schreibt er der Geschichte die Frage, wie politisch das Private ist, unmittelbar ein, und indem er seinen Erzähler zum Fragenden in einer Welt der steilen Thesen macht, verdeutlicht er die Aktualität des Zeitgeists von damals: Hausbesetzungen, Anti-AKW-Aktionen, Hamburger Kessel und die Anfänge der Aids-Krise werden zur Folie für aktuelle Wohnraum-Debatten, Fridays for Future, G20 und die Covid-Pandemie. Ein kämpferischer Roman über die immerwährende Frage, wie wir zusammenleben und trotzdem frei sein können – als Individuen, als Paar, als Gesellschaft. |
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Khaled Alesmael - Ein Tor zum Meer
(VÖ:07.10.2022) EUR 15,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 190 Seiten #schwul Es beginnt mit einem Geständnis. Dem aus Syrien nach Schweden geflüchteten Journalisten und Autor Khaled Alesmael wird ein anonymer Brief zugespielt. Das Schreiben ist auf Arabisch verfasst und stammt von einem schwulen Mann aus Damaskus. Er erzählt von einem Vorfall in Syrien: einem Autounfall, der auf tragische Weise mit der Homosexualität des Absenders zusammenhängt – und der mit einem Todesfall endet. Für Alesmael ist der Bericht wie ein Weckruf. Er nimmt ihn zum Anlass, die Schicksale schwuler Männer aus der arabischen Welt, die ihm im Laufe der Jahre erzählt wurden, zu sammeln, aufzuarbeiten und mit der Welt zu teilen – und damit denjenigen eine Stimme zu geben, die sonst keine haben. Nachdem Khaled Alesmael im Roman Selamlik seine eigenen Fluchterfahrungen verarbeitete, lässt er in dieser Geschichtensammlung zehn queere Menschen zu Wort kommen, die Ähnliches erlebt haben wie er selbst. Basierend auf Gesprächen und Korrespondenzen mit Geflüchteten aus verschiedenen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens erzählt er von Biografien, die die physische und psychische Gewalt verdeutlichen, denen schwule Männer im arabischen Raum ausgesetzt sind. Die Protagonisten erzählen von Scheinehen, sexuellem Missbrauch, Polizeigewalt und Tötungen in ihren Heimatländern, aber auch vom Ringen um eine neue Identität im Exil. Der multi-perspektivische Ansatz setzt sich in unterschiedlichen Textformen fort. Neben Prosa-Passagen bindet Alesmael Chat-Verläufe, Briefe und klassische Interview-Sequenzen in die Geschichten ein. Die Motivation des Projekts erklärt er im Epilog in Anlehnung an Martin Luther King so: »Die Homosexuellen an einem Ort sind verantwortlich für die Befreiung der Homosexuellen an jedem anderen.« |
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Rakel Haslund-Gjerrild - Adam im Paradies
(VÖ:07.10.2022) EUR 18,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 262 Seiten #schwul Frederiksberg, 1913: Auf dem Höhepunkt seines Ruhms bereitet sich der 70-jährige Maler Kristian Zahrtmann darauf vor, sein Meisterwerk zu schaffen: Adam im Paradies. Ein sinnliches Glanzstück soll das Gemälde werden, überquellend vor Motiven, Farben und Symbolen, im Zentrum ein schöner nackter Mann. Während Zahrtmann das Atelier seiner Villa mithilfe exotischer Pflanzen in den Garten Eden verwandelt und den jungen Soldaten empfängt, der ihm als Aktmodell dient, gleiten seine Gedanken zurück in die Vergangenheit – zu rauschenden Zusammenkünften der Kopenhagener Décadence; nach Italien, wo er in Civita d\'Antino eine Künstlerkolonie gründete; und nicht zuletzt zu seinem ehemaligen Schüler und Modell Hjalmar Sørensen, an dessen Anmut er sich durch den jungen »Adam« erinnert fühlt … In ihrem Roman lässt Rakel Haslund-Gjerrild den dänischen Meistermaler als Ich-Erzähler auftreten. In neun Kapiteln – allesamt nach Werktiteln aus Zahrtmanns Oeuvre benannt – zeichnet die Autorin in einer betörenden, kontemplativ-sinnlichen Sprache ein Porträt des Künstlers, das sowohl seiner lächelnden Wehmut als auch seinem feinen Humor Ausdruck verleiht. Die Erzählung wird durchbrochen von historischen Dokumenten über die Sittlichkeitsprozesse der Jahre 1906/07, als in Dänemark Homosexuelle verfolgt und einige (darunter der Schriftsteller Herman Bang) aus dem Land vertrieben wurden – ein ebenso subtiler wie genialer Kunstgriff, um Zahrtmanns nie eingestandene Homosexualität zu spiegeln, der aber nie das Sprachkunstwerk in den Hintergrund drängt, das Signatur und emotionaler Motor des Romans ist. |
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Alan Hollinghurst - Der Hirtenstern
(VÖ:18.05.2022) EUR 19,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 611 Seiten #schwul Mit Anfang dreißig entflieht der verhinderte Schriftsteller Edward Manners der Orientierungslosigkeit seines Daseins in der südostenglischen Provinz, um im belgischen Brügge als Privatlehrer zu arbeiten. Bereitwillig lässt er sich vom modrigen Charme der altehrwürdigen Handelsstadt in den Bann ziehen, erkundet ihre engen Gassen, zwielichtigen Kneipen und versteckten Parks, in denen schwule Männer sich zum Sex treffen. Nebenbei findet er Gefallen an den Gemälden des belgischen Symbolisten Edgard Orst. Und er verliebt sich in seinen Schüler Luc. Seine rückhaltlose Bewunde- rung nimmt bald schon obsessive Züge an. Als Edwards Gefühlsleben endgültig zum Abbild der hysterischen Entrücktheit der Orst-Gemälde zu werden droht, erzwingt ein Todesfall seine Rückkehr nach England. Alan Hollinghursts zweiter Roman \"The Folding Star\" erhielt beim Erscheinen der englischen Erstausgabe 1994 durchgängig euphorische Kritiken und die Jury des Booker Prize setzte das »hintersinnige Märchen über Besessenheit, Geheimnis, Begierde und Verlust« prompt auf die Shortlist. Joachim Bartholomae hat den Text, den \"The Sunday Times\" als wunderschön geschrieben\" und \"pervers romantisch\" pries, mit viel Gespür für Hollinghursts intellektuellen Humor nun erstmals ins Deutsche übertragen. Das Ergebnis ist nicht zuletzt ein Beweis für die Zeitlosigkeit des Romans. Der Hirtenstern ist wie die Gemälde des Symbolisten, denen Edward verfällt: mysteriös, morbide, surreal und sexy. |
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Julian Mars - Was wir schon immer sein wollten (Felix-Trilogie Band 3)
(VÖ:22.03.2022) EUR 12,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 324 Seiten #schwul Weitere Infos Drei Jahre sind vergangen, seit Felix und Martin wieder ein Paar geworden sind. Danach haben eine Hochzeit und vier Todesfälle für jede Menge Chaos gesorgt, doch jetzt, kurz vor seinem 30. Geburtstag, fühlt sich Felix endlich angekommen. Na gut, ein paar offene Fragen gibt es immer noch. Macht die offizielle Beziehung mit Martin ihn glücklicher als heimliche Affären mit vermeintlichen Heteros? Und war es wirklich richtig, seine ehemals beste Freundin Emilie nach einem großen Streit aus seinem Leben zu verbannen? Felix beschließt, dem Zaudern ein Ende zu setzen und trifft die Entscheidung seines Lebens … \"Was wir schon immer sein wollten\" ist der Abschluss von Julian Mars\' Felix-Trilogie. Mit lakonischem Witz und erzählerischem Feingefühl treibt der Autor seinen Antihelden auf einen Punkt zu, an dem alle Fragen aus \"Jetzt sind wir jung\" und der Fortsetzung \"Lass uns von hier verschwinden\" in einer überraschenden Erkenntnis kulminieren. Trotz vieler Rückgriffe auf die Vorgeschichte(n) steht der Roman für sich. Ein kluges, rasantes und geistreiches Buch über Freundschaft, Liebe und die große Frage, ob das, was wir sind, je dem gerecht werden kann, was wir schon immer sein wollten. |
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Stephen Spender - Der Tempel
(VÖ:22.03.2022) EUR 15,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 291 Seiten #schwul #überarbeitete_Neuauflage Ende der 1920er Jahre reist der prüde Engländer Paul Schoner nach Hamburg. Die lustvolle Bejahung des menschlichen Körpers, die er hier in Strandbädern und Nachtbars erlebt, ist für ihn eine Offenbarung. Er befreundet sich mit dem jungen Fotografen Joachim Lenz, der den Aufbruch der befreiten Jugend in Bildern festhält. Die Beiden reisen durchs Land, genießen die Freizügigkeit. Doch Paul nimmt auch einen Wandel wahr. Die Weltwirtschaftskrise hinterlässt Spuren, antisemitische und nationale Töne werden lauter. Als Nazis Joachims Wohnung verwüsten, wird die Bedrohung real. Als \"komplexes Gebilde aus Erinnerung, Fiktion und nachträglicher Erkenntnis\" bezeichnete Spender selbst diesen Roman, den er Mitte der 1980er mithilfe von Tagebuchaufzeichnungen über zwei Deutschlandaufenthalte anno 1929 und 1932 vollendete. In der Figur des Joachim Lenz ist unschwer Fotograf Herbert List zu erkennen, mit dem Spender befreundet war, weiterhin treten Christopher Isherwood und W. H. Auden als William Bradshaw und Simon Wilmot auf. \"Der Tempel\" ist ein großer Roman über den Freiheitsdrang einer jungen Generation und ein Land am Vorabend der politischen Katastrophe, der im Angesicht des Erstarkens Neuer Rechter eine beklemmende Aktualität erfährt. |
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Hervé Guibert - Verrückt nach Vincent & Reise nach Marokko: Zwei Erzählungen
(VÖ:18.10.2021) EUR 20,00 Albino Verlag, Salzgeber Buchverlage GmbH 180 Seiten #schwul |
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Brontez Purnell - 100 Boyfriends
(VÖ:18.10.2021) EUR 12,99 (KU) Albino Verlag, 1. Edition 178 Seiten #schwul Überbordend, unverschämt und urkomisch – Brontez Purnell erzählt vom keineswegs perfekten Leben junger Männer in einer Welt, die von ihnen nichts wissen will, weil sie arm, schwarz und schwul sind. Auf der Suche nach Zugehörigkeit taumeln sie halb- bis volltrunken durch die Minenfelder romantischer Missgeschicke. Doch ganz gleich, wohin es sie dabei verschlägt, ob in schmutzige Lagerhallen oder gentrifizierte Bars, in dysfunktionale Wohngemeinschaften oder die Einöden Alabamas: Noch in den trostlosesten Situationen, den dunkelsten Abgründen funkelt hier ein lebensbejahender Witz, der Purnells Protagonisten einen ganz eigenen Glanz verleiht und diese Erzählungen so unverwechselbar macht. \"100 Boyfriends\" ist eine witzige und herrlich obszöne Hymne an die queere Liebe in ihrer schillerndsten, chaotischsten Form. Hin- und hergerissen zwischen One-Night-Stands und alten Liebschaften, verführen Purnells Figuren die Ehemänner ihrer Arbeitskollegen, verschrecken rassistische Nachbarn, bandeln mit Satanisten an und stürzen sich kopfüber in den Rausch, um am nächsten Morgen den Kampf wieder aufzunehmen – gegen den Drang zur Selbstsabotage und für ein freies, selbstbestimmtes Leben. |
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Hervé Guibert - Verrückt nach Vincent & Reise nach Marokko: Zwei Erzählungen
(VÖ:18.10.2021) EUR 13,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition #schwul In Deutschland wurde Hervé Guibert (1955 – 1991) durch das Protokoll seiner Aids-Erkrankung berühmt, das den provokanten Titel trägt: \"Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat\" (1991, NA 2021). Doch seine literarische Karriere hatte bereits zehn Jahre zuvor begonnen, mit kleinen, intensiven Erzählungen, die von der Poetik Roland Barthes\' und Thomas Bernhards geprägt waren. Zwei dieser Texte verarbeiten Guiberts Beziehung zu Vincent, einem jungen Mann, den er 1981 auf einer Reise durch Marokko kennenlernte und dem er bis kurz vor seinem Tod in einer Art Hassliebe verbunden blieb. Aus Anlass von Guiberts 30. Todestag erscheinen beide Erzählungen nun erstmals zusammengefasst in einem Band. \"Reise nach Marokko\" (1982) ist eine experimentelle Tour de force, eine wilde Collage aus fantasierten Orient-Klischees und realen Machtspielchen innerhalb einer kleinen französischen Reisegruppe. Auch wenn dem Bericht eine wirkliche Reise zugrunde liegt, verwebt Guibert beide Textebenen und verwischt damit die Grenze zwischen Erfindung und realem Geschehen. Der Intensität der Amour fou mit Vincent scheint er nur mit dem literarischen Mittel der Autofiktion beizukommen – ein Verfahren, das auch \"Verrückt nach Vincent\" (1989) zugrunde liegt. Dort lässt Guibert den titelgebenden Protagonisten bei einem Sprung aus dem Fenster sterben, um dann in rückläufiger Chronologie zu erzählen, wie sich die obsessive Urlaubsbekanntschaft in Paris fortsetzt. Das Prinzip der Rückwärtserzählung aufgreifend, steht in dieser Ausgabe der jüngere Text vor dem älteren. So wird \"Reise nach Marokko\" zur zweifachen Rückkehr – zum Beginn einer verhängnisvollen Affäre und zu den Anfängen einer Schriftstellerkarriere. |
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Michael Roes - Der Traum vom Fremden
(VÖ:06.09.2021) EUR 15,99 (KU) Albino Verlag, 1. Edition 248 Seiten #schwul? #Biografie Ostafrika 1883: Arthur Rimbaud, der große Poet der Dritten Französischen Republik, hat dem Dichterleben abgeschworen und arbeitet als Kaffee- und Waffenhändler in der legendären Stadt Harar. Als sein Geschäftspartner Sotiro von einer Erkundungsreise in den Ogaden nicht mehr zurückkehrt, startet Rimbaud eine Rettungsmission. Mit einer kleinen Mannschaft vertrauter Einheimischer dringt er vor in die noch unerforschte Wildnis des Ogaden, wo ihn unerwartet die Poesie einholt. Während der Dichter, der keiner mehr sein will, die gefahrvolle Expedition möglichst nüchtern und wissenschaftlich zu protokollieren versucht, drängen immer öfter die längst vergessen oder überwunden geglaubten Dämonen der Vergangenheit zurück in sein Bewusstsein. Als Grundlage für \"Der Traum vom Fremden\" dient ein authentischer Bericht, den Rimbaud 1883 über den Ogaden verfasste. Ausgehend von diesem ungewohnt sachlichen Rimbaud-Text taucht Michael Roes ein in die Gedankenwelt des französischen Poeten und lässt ihn Bilanz ziehen. Philosophische Reflexionen über das Reisen, das Dasein und das Schreiben wechseln sich ab mit fiebrigen Erinnerungen an die Amour fou mit Paul Verlaine, Rimbauds kaum erforschte Zeit bei der Fremdenlegion und seinen Neuanfang in Afrika. So ist \"Der Traum vom Fremden\" Entdeckerroman und poetisches Experiment zugleich. |
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Edmund White - Meine Leben: Erinnerungen
(VÖ:10.07.2021) EUR 19,99 (KU) Albino Verlag, 1. Edition 528 Seiten #schwul #Biografie Edmund White verblüfft seine Leserschaft immer wieder mit neuen Möglichkeiten des autobiografischen Schreibens. In \"Meine Leben\" blickt der amerikanische Schriftsteller zurück auf die tragenden Säulen eines langen Lebens: \"Meine Therapeuten\", \"Mein Vater\", \"Meine Stricher\", \"Meine Frauen\" – in zehn Kapiteln findet er originelle und beileibe nicht immer schmeichelhafte Zugänge zu seiner Vergangenheit und erzählt weit mehr als nur die eigene Lebensgeschichte. Sein Vater ist ein gewiefter Geschäftsmann im Mittleren Westen, für den schon das Tragen einer Armbanduhr als unmännlich gilt; seine Mutter eine extravagante Kinderpsychologin, die ihren Sohn zum Test-Patient macht und nach der Scheidung in die intimsten Details ihrer glücklosen Affären einweiht. Zwischen diesen ungleichen Polen wird der kleine Edmund hin- und hergeschubst – ein bebrillter, tuntiger Klugscheißer, der sein erstes selbstverdientes Geld für Stricher ausgibt. \"Meine Leben\" führt die Leser tief in die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, seziert auf dem Hintergrund biografischer Erfahrungen immer auch geschichtliche, philosophische und politische Aspekte der Wirklichkeit. Dabei kommt White der speziellen amerikanischen Lebensintensität so nah wie nie zuvor – und den Schutzmechanismen, die diese Intensität manchmal erfordert. Ein gegen sich selbst und andere schonungsloses, pralles und kluges Buch. \"Das ist Whites bestes Buch … eine erstaunliche und wundervoll geschriebene Autobiografie, die einen großen Geist und eine großzügige, außergewöhnliche Persönlichkeit zum Ausdruck bringt.\" (The Independent) \"White beschäftigt sich hier, wie in vielen seiner Romane, mit dem Verrat: ob es möglich ist, sich selbst zu verraten, und ob es möglich ist, andere Menschen nicht zu verraten; und wie, wenn überhaupt, diese Dinge zusammenhängen. (The London Review of Books) |
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Christine Wunnicke - Die Kunst der Bestimmung
(VÖ:28.01.2021) EUR 15,99 (KU) Albino Verlag, 1. Edition 256 Seiten #schwul Der schwedische Professor Simon Chrysander ist berühmt für seine Fähigkeit, Dinge zu ordnen und zu bestimmen. Davon hat auch die britische Royal Society Wind bekommen. Im Jahr 1678 bestellt sie den Skandinavier nach London, um ihre naturkundliche Sammlung zu sortieren. Chrysander folgt dem Ruf. Doch je mehr Struktur er in das obskure Durcheinander aus konservierten Kuriositäten bringt, desto mehr stürzt sein eigenes Dasein ins Chaos. Dafür sorgt eine Begegnung mit dem jungen Lord Fearnall, der haltlos durch die Paläste und Lasterhöhlen des barocken Londons treibt und dessen irrlichternde Persönlichkeit sich allen Ordnungsrastern entzieht. Als Chrysander erkennt, dass Fearnalls Unberechenbarkeit seine Existenz gefährdet, ist es zu spät. Längst hat sich der junge Lord in den Kopf gesetzt, von dem kauzigen Professor \"bestimmt\" zu werden. Ein Kräftemessen zwischen Abwehr und Zuneigung, Ratio und Ungewissheit, Leben und Tod beginnt. Fast zwanzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung erfährt der dritte Roman von Christine Wunnicke mit dieser Neuausgabe seine Renaissance. \"Die Kunst der Bestimmung\" ist nicht nur ein erzählerisches Meisterstück, randvoll mit skurrilen Charakteren, historischen Anekdoten und brillierendem Sprachwitz – der Roman ist auch mehr denn je auf der Höhe der Zeit. Von der Leichtigkeit, mit der er Gender-Normen hintertreibt, Queerness im Subtext miterzählt und Beziehungskonventionen auf den Kopf stellt, können heutige Diversity-Experten viel lernen. \"Ein klug komponierter, intelligenter und spannender Roman mit Sinn fürs Skurrile und philosophischem Tiefgang.\" (Bayerischer Rundfunk) |
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Christine Wunnicke - Missouri
(VÖ:12.10.2020) EUR 11,99 (KU) Albino Verlag, 1. Auflage #schwul #Neuauflage Die Zeit: Mitte des 19. Jahrhunderts, der Ort: irgendwo im Wilden Westen. Nach einem Skandal muss der Dichter Douglas Fortescue England fluchtartig verlassen, doch die Ankunft in der Neuen Welt verläuft anders als erwartet: Seine Postkutsche wird überfallen, und Fortescue wird von einer Räuberbande verschleppt. Wie der überfeinerte Dichter und sein wortkarger Entführer Joshua Jenkins sich millimeterweise näherkommen, entfaltet Christine Wunnicke zu einer im wörtlichen Sinne wild romantischen Liebesgeschichte. \"Mit knappen Sätzen und lakonischem Humor entwirft die Schriftstellerin hier einen Queeren Westen, der keinen Platz für Illusionen und strahlende Revolverhelden lässt. Kino-Western wie Jim Jarmuschs Dead Man oder John Macleans Slow West kommen einem in den Sinn, wenn Wunnicke die amerikanische Landschaft beschreibt, als wäre sie dem Chloroform-Rausch dekadenter Briten entsprungen, oder die Gewalt als rundum absurdes Spiel demontiert.\" (queer.de) |
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Khaled Alesmael - Selamlik
(VÖ:05.10.2020) EUR 24,00 Albino Verlag, Salzgeber Buchverlage GmbH #schwul |
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Mario Cruz - Der Prinz
(VÖ:30.09.2020) EUR 12,99 (KU) Albino Verlag, 1. Auflage #schwul Chile, Anfang der siebziger Jahre. Am Ende einer durchzechten Nacht ersticht der junge Jaime seinen heimlich begehrten besten Freund. Im Gefängnis landet er in einer Gruppenzelle, in der ein gefürchteter Anführer das Sagen hat, den alle nur \"El Potro\", den jungen Hengst, nennen. El Potro wird Jaimes Beschützer und macht ihn zu seinem neuen \"Prinzen\", erwartet dafür aber Loyalität und sexuelle Unterordnung. Die \"Liebe im Dunkeln\" zwischen den beiden erfüllt Jaimes Bedürfnis nach Zuneigung und Zugehörigkeit, weckt in ihm aber auch die Lust, selbst zum Anführer zu werden. Doch dann entbrennt im Knast ein brutaler Machtkampf. Mit seinem Roman \"Der Prinz\" führt uns Mario Cruz in eine Welt der Hierarchien und Machtproben, deren Doppelbödigkeit er in knapper, schnörkelloser Sprache offenlegt: so unmoralisch wie naiv, so zart wie fatalistisch. Der 1972 im Selbstverlag gedruckte Roman avancierte in Chile zunächst zum Underground-Hit, geriet nach der Machtergreifung Pinochets aber in Vergessenheit und wird hier zum ersten Mal wieder veröffentlicht. Im Nachwort zu dieser Ausgabe begibt sich Florian Borchmeyer auf Spurensuche nach dem Autor dieser literarischen Wiederentdeckung. |
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Mario Cruz - Der Prinz
(VÖ:29.09.2020) EUR 18,00 Albino Verlag, Salzgeber Buchverlage GmbH #schwul |
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Khaled Alesmael - Selamlik
(VÖ:25.09.2020) EUR 17,99 (KU) Albino Verlag, 1. Auflage #schwul Furat ist als eines von sechs Geschwistern in einer gutbürgerlichen Familie in Syrien aufgewachsen. Den Tod von Diktator Hafiz al-Assad erlebt er 2000 im Studentenwohnheim von Damaskus gemeinsam mit der ersten großen Liebe seines Lebens. Hartnäckig erkundet er die \"heimliche Revolution\", das verborgene Leben homosexueller Männer in Damaskus, ihre Parks, Saunen und Pornokinos. Der Terror des Bürgerkriegs trifft die Schwulen gleich doppelt: Islamistische Rebellen machen gezielt Jagd auf \"die Leute von Lot\", stürzen sie von Hochhäusern in den Tod. Als das Haus der Familie in die Schusslinie der Kampftruppen gerät, macht sich Furat auf den Weg nach Norden. Auf der Flucht und im schwedischen Asylantenheim begegnen ihm seine arabischen Landsleute weiterhin mit unverhohlener Homophobie. In seinem Zimmer mit Blick auf den Friedhof von Åseda beginnt Furat, die Geschichte seines Lebens aufzuschreiben. |
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Joshua Whitehead - Jonny Appleseed
(VÖ:01.03.2020) EUR 18,00 Albino Verlag #schwul |
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Joshua Whitehead - Jonny Appleseed
(VÖ:01.03.2020) EUR 12,99 (KU) Albino Verlag, Auflage: 1 #schwul Two-Spirit, queer und \"NDN Glitzerfee\" – das ist Jonny Appleseed. Der Angehörige des Volkes der Oji-Cree hat das Reservat verlassen und schlägt sich in Winnipeg als Sexarbeiter durch. Viele seiner weißen Kunden sind vom Indianer-Mythos fasziniert und glauben, er könne wie ein Naturgeist seine Gestalt wechseln. Jonny liebt die Freiheit, die ihm die Großstadt bietet, und bleibt doch ganz und gar verwurzelt in den Traditionen seines Volkes und seiner Familie. Als er vom Tod seines Stiefvaters erfährt, bleibt ihm eine Woche, bis er zu dessen Beerdigung ins Reservat zurückkehren muss. Während er mit Online-Sex das Geld für die Reise verdient, führen ihn seine Gedanken, Träume und Erinnerungen immer wieder zurück in die Vergangenheit: zu seinem Erwachsenwerden im Reservat, seiner großen Liebe Tias und zu seiner geliebten Mutter und Großmutter, deren Weisheiten ihm stets Halt im Leben geben. Joshua Whiteheads Debütroman ist ein bahnbrechendes Buch, das in einer mitreißenden Sprache und berührenden Traumbildern vom Leben eines indigenen, queeren Two-Spirit zwischen Akzeptanz und Ablehnung, zwischen Rebellion und Tradition erzählt. |
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Alexander Chee - Edinburgh
(VÖ:31.01.2020) EUR 15,99 (KU) Albino Verlag, Auflage: 1 Fee ist zwölf Jahre alt, schüchtern und singt im Knabenchor einer Kleinstadt in Maine. Als es während eines Sommercamps zu sexuellen Übergriffen durch den Chorleiter kommt, schweigt er aus Scham – selbst dann noch, als sein bester Freund das nächste Opfer zu werden droht. Der Chorleiter wird schließlich verhaftet, doch Fee kann sich sein Schweigen nicht verzeihen. Jahre später, inzwischen Schwimmlehrer an einem Internat, wird er erneut mit den schmerzhaften Erlebnissen seiner Vergangenheit konfrontiert. \"Edinburgh\" erzählt ergreifend von der Suche nach Selbstbestimmung im Schatten traumatischer Erfahrungen. Zugleich ist der Roman eine einfühlsame Coming-of-Age-Geschichte, anspielungsreich, voller mythologischer Verweise – verfasst in einer poetischen Sprache, die einen gleichsam hypnotischen Sog entwickelt. |
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Daniel Zomparelli - Die Welt ist schlecht und du bist echt unausstehlich: Storys
(VÖ:03.10.2018) EUR 11,99 (KU) Albino Verlag; 1. Edition 208 Seiten #schwul Mal schreiend komisch, dann wieder tief traurig, aber immer überraschend: In diesen turbulenten, originell miteinander verwobenen Storys suchen Männer nach Liebe, klauen Büromaterial, verabreden sich über Grindr, backen Obstkuchen, lassen sich therapieren, haben Dreier mit Geistern und vor allem eines: Angst vor dem Glück. Zugleich überbordend und kühl, sarkastisch und einfühlsam beschreibt Daniel Zomparelli in seinem ersten Erzählband Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs – ein tragikomisches Buch über Sehnsucht, flüchtigen Sex und dysfunktionale Beziehungen im Zeitalter von Selfies, Hashtags und Dating-Apps. |
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